Aktuelles aus Gengenbach
Brandschutztag 2026 - Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Gengenbach
Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Gengenbach - Gut gerüstet für vielfältige Einsätze
Beim diesjährigen Brandschutztag der Feuerwehr Gengenbach am vergangenen Sonntag stand nicht nur die Kameradschaft im Mittelpunkt. Ein Höhepunkt des Tages war die feierliche Weihe von zwei neuen Einsatzfahrzeugen. Mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW) und einem Gerätewagentransport (GW-T) ist die Feuerwehr künftig noch flexibler aufgestellt und kann sich besser auf die unterschiedlichen Anforderungen im Einsatz einstellen. Bereits ab 11 Uhr hatte die Feuerwehr zum Brandschutztag eingeladen. Neben leckerem Essen, Kaffee und Kuchen, Waffeln und Slush-Eis wurde am Nachmittag auch den jüngsten Gäste einiges geboten. Ab 13 Uhr konnten sich die Kinder unter anderem beim Dosenwerfen und auf dem Bobbycar-Parcours austoben. Um 14:30 Uhr
standen dann die beiden neuen Fahrzeuge im Mittelpunkt. Nach einer Begrüßung und den einleitenden Worte durch Abteilungskommandant Frank Sepp, stellte Kommandant Felix Willmann die Neuanschaffungen und ihre Einsatzmöglichkeiten vor. Anschließend richtete Bürgermeister Sven Müller einige Worte an die Feuerwehr und die Besucher, bevor die beiden Fahrzeuge im Rahmen einer ökumenischen Feier gesegnet und geweiht wurden. Die Weihe übernahmen der katholische Pfarrer Erwin Schmidt und der evangelische Pfarrer Moritz Martiny. Ebenfalls vor Ort war der stellvertretende Kreisbrandmeister Nils Schulz.
Die Anschaffung der beiden Fahrzeuge ist dabei mehr als der bloße Ersatz für ein in die Jahre gekommenes Einsatzmittel. Der MTW dient in erster Linie dem Transport von Einsatzkräften. Bis zu sieben Personen können mit dem Fahrzeug befördert werden. Der neue GW-T bringt der Feuerwehr zusätzliche Möglichkeiten und macht sie für eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzlagen noch besser gerüstet. Das Fahrzeug verfügt über eine Wechselbeladung mit Rollcontainern und kann damit je nach Einsatz mit der benötigten Ausstattung bestückt werden. Neben der doppelten Menge an Schläuchen im Vergleich zum bisherigen Fahrzeug bietet es beispielsweise Platz für Module zur Einsatzstellenhygiene oder zum Hochwasserschutz.
Der GW-T ersetzt den bisherigen Schlauchwagen 1000 Meter (SW 1000) aus dem Baujahr 1988. Dieser war aufgrund seines Alters inzwischen ablegereif. Während der Vorgänger vor allem für den Transport von Schlauchmaterial ausgelegt war, ist der neue GW-T deutlich vielseitiger einsetzbar. Damit reagiert die Feuerwehr auch auf die zunehmenden und vielfältigen Anforderungen, mit denen die Einsatzkräfte konfrontiert werden. Wie sehr die Feuerwehr gefordert ist, verdeutlichte Bürgermeister Sven Müller in seinem Redebeitrag mit Blick auf die vergangenen Jahre. 2023 rückte die Feuerwehr zu 122 Einsätzen aus, 2024 waren es 137 und 2025 insgesamt 131 Einsätze. Im laufenden Jahr wurde bereits der 124. Einsatz verzeichnet. Besonders die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie schnell mehrere Einsätze zusammenkommen können. Allein im Juli und August wurde die Feuerwehr zu zehn teils größeren Bränden alarmiert. Doch die Arbeit der Feuerwehr endet nicht an den Grenzen des eigenen Stadtgebiets. Immer wieder unterstützen die Gengenbacher Einsatzkräfte auch benachbarte Feuerwehren, unter anderem innerhalb der
Verwaltungsgemeinschaft mit Ohlsbach und Berghaupten oder wie kürzlich in Zell und Neuried. Gerade bei solchen Einsätzen zeigt sich der Vorteil einer flexiblen Ausstattung – und zugleich, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren ist. Damit wird deutlich, dass moderne Technik und eine zeitgemäße Ausstattung zwar wichtige
Voraussetzungen für die Arbeit der Feuerwehr sind, letztlich aber die Menschen dahinter den entscheidenden Unterschied machen. Einsatzbereitschaft, gegenseitige Unterstützung und Kameradschaft sind die Grundlage dafür, dass auch bei zahlreichen und unterschiedlichen Einsatzlagen schnell geholfen werden kann. Mit den beiden Neuanschaffungen ist die Feuerwehr Gengenbach nun noch breiter aufgestellt. In den vier Abteilungen stehen insgesamt 16 Fahrzeuge und ein Anhänger zur Verfügung. Die Investition in MTW und GW-T bedeutet damit nicht nur moderne Technik, sondern vor allem eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung und in die Fähigkeit der Feuerwehr, auch künftig schnell, flexibel und gut gerüstet auf unterschiedlichste Einsatzlagen zu reagieren.
Der Brandschutztag verband damit auf passende Weise beides: die Gelegenheit zum Austausch und zur Kameradschaft und zugleich einen Einblick in die wichtige Arbeit der Feuerwehr und die
Herausforderungen, denen sich die Einsatzkräfte tagtäglich stellen.



