Aktuelles aus Gengenbach
Feuerwehr Gengenbach zeigt außergewöhnlichen Einsatz
Sechs Einsätze in 24 Stunden: Feuerwehr Gengenbach zeigt außergewöhnlichen Einsatz
Zwischen Dienstag, 11. August, und Mittwoch, 12. August 2026 war die Feuerwehr Gengenbach innerhalb von gut 24 Stunden zu insgesamt sechs Einsätzen gefordert – von einem Gasaustritt über Überlandhilfe bei einem Großbrand bis hin zu einem ausgedehnten Wald- und Vegetationsbrand im eigenen Stadtgebiet.
Los ging es am Dienstagmittag mit einem Gasaustritt in der Vorstadt. Die Einsatzkräfte fanden schnell eine kleine Undichtigkeit und konnten die Gefahrensituation zügig beheben.
Kaum war dieser Einsatz abgeschlossen, erreichte die Wehr am späten Nachmittag, gegen 17 Uhr, ein Überlandhilfe-Alarm: Ein Brandbekämpfungszug rückte nach Zell am Hamersbach aus, um dort bei der Sicherung einer Wohnsiedlung und bei der Brandbekämpfung zu unterstützen. Nach rund acht Stunden im Einsatz kehrte die Mannschaft gegen Mitternacht nach Gengenbach zurück.
Parallel dazu wurde am frühen Abend das Feuerwehrhaus in der Nollenstraße mit zwölf Kräften aus den verschiedenen Abteilungen sowie drei Fahrzeugen besetzt, um bis kurz nach Mitternacht den Grundschutz in der Stadt sicherzustellen.
Die Rückkehr aus Zell währte nur kurz: Bereits kurz nach Mitternacht erreichte die Feuerwehr eine Alarmierung zu einem Vegetationsbrand im Ortsteil Schwaibach. Von der Straße ausgehend hatten sich die Flammen den Hang hinauf bis in den angrenzenden Wald ausgebreitet und sich rasch zu einem ausgedehnten Wald- und Vegetationsbrand entwickelt. Landrat Thorsten Erny hatte den Brand auf der Rückfahrt vom Einsatz in Zell bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert – ein glücklicher Umstand, denn die schnelle Meldung habe eine noch größere Ausbreitung verhindern können. Die Stadt Gengenbach dankt ihm ausdrücklich für seine Aufmerksamkeit und sein schnelles Handeln.
Vorsorglich mussten die Bewohner zweier Häuser in Sicherheit gebracht werden, da die Gefahr bestand, dass die Flammen auf die Gebäude übergreifen könnten. Dank des Einsatzes der Feuerwehr blieb es bei dieser Vorsichtsmaßnahme. Bis in die frühen Morgenstunden waren über 120 Einsatzkräfte mit rund 25 Fahrzeugen im Einsatz, tatkräftig unterstützt durch Landwirte aus Gengenbach. Am Ende hatte sich der Brand auf eine Fläche von fast 3.000 Quadratmetern Wald und Wiese ausgedehnt.
Ganz zur Ruhe kamen die Helfer der Feuerwehr auch danach nicht: Am Morgen erreichte die Wehr eine erneute Alarmierung zur Brandstelle in Schwaibach, wo einzelne wieder aufgeflammte Glutnester nachgelöscht werden mussten. Auch hierbei halfen wieder Landwirte aus Gengenbach mit – so brachten Sie unter anderem zusätzliches Löschwasser zur Einsatzstelle.
Nur wenige Stunden später, am Mittag, folgte der nächste Alarm: In der Vorstadt bestand zunächst der Verdacht auf einen Dachstuhlbrand beziehungsweise den Brand einer Photovoltaikanlage. Mit mehreren Fahrzeugen rückten die Einsatzkräfte an, auch Bürgermeister Sven Müller machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Zur Erleichterung aller konnte Einsatzleiter Felix Willmann rasch Entwarnung geben: Ursache war ein Defekt an einer Solarthermieanlage, durch den heißer Wasserdampf entwich – kein Feuer.
Die Stadt Gengenbach dankt der gesamten Feuerwehr Gengenbach – den Abteilungen Gengenbach, Schwaibach, Bermersbach und Reichenbach – sowie allen umliegenden Wehren, die zur Hilfe eilten für ihren unermüdlichen, kräftezehrenden und vorbildlichen Einsatz innerhalb dieser 24 Stunden. Ein ebenso großer Dank gilt den Landwirtinnen und Landwirten aus Gengenbach, die bei mehreren Einsätzen tatkräftig mit Fahrzeugen und Wasser unterstützt haben. Darüber hinaus erfuhr die Feuerwehr in dieser fordernden Zeit viel Wertschätzung aus der Bevölkerung – spürbar durch viele Dankesworte und Trinkwasser für die Einsatzkräfte.
Die anhaltende Hitze und Trockenheit erhöht die Brandgefahr in Wald und Flur nach wie vor erheblich. Zwar ermittelt die Kriminalpolizei nun angesichts der Häufung der Brände in der Region – konkrete Anhaltspunkte für eine Brandstiftung liegen bislang jedoch nicht vor. Die Stadt Gengenbach bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, weiterhin auf den Brandschutz zu achten: Zigaretten dürfen niemals achtlos weggeworfen werden, auf offenes Feuer und Grillstellen im Freien sollte derzeit vollständig verzichtet werden, Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, und Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungsdienste sind stets freizuhalten. Auch aktuelle Warnhinweise und Waldbrandgefahrenstufen sollten unbedingt beachtet werden.
Wer Rauch oder ein Feuer bemerkt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen und dabei möglichst genaue Angaben zum Ort machen. Anschließend sollten andere Personen gewarnt und – sofern gefahrlos möglich – kleinere Brände selbst gelöscht werden. Der eigene Schutz hat dabei jedoch stets oberste Priorität.
Die Stadt Gengenbach bedankt sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Gengenbach für ihren engagierten, unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Ereignisse wie diese zeigen, wie wichtig eine starke und gut aufgestellte Feuerwehr ist.
Wer sich vorstellen kann, die Feuerwehr Gengenbach in einer der vier Einsatzabteilungen zu unterstützen oder sich aktiv einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei der Feuerwehrkommandantur unter feuerwehr@stadt-gengenbach.de oder 07803/930-6510 zu melden.




