Aktuelles aus Gengenbach
Neujahrsempfang der Stadt Gengenbach in der Stadthalle
Am vergangenen Freitag fand der Neujahrsempfang der Stadt Gengenbach in der Stadthalle am Nollen statt. Zahlreiche Gäste aus Gemeinderat, Verwaltung, Ehrenamt, Vereinen, Kirchen, Wirtschaft und Bürgerschaft folgten der Einladung und nutzten den Abend für Austausch, Begegnung und einen gemeinsamen Blick auf das neue Jahr.
In seiner Rede blickte Bürgermeister Sven Müller auf die vergangenen Monate zurück und ordnete zentrale Entwicklungen ein. Nach zehn Monaten im Amt war es für ihn der erste Neujahrsempfang in dieser Funktion. Er verband den Dank an alle, die Verantwortung für die Stadt übernehmen, mit klaren Worten zur Rolle der Stadtverwaltung. Gengenbach bleibt handlungsfähig, weil viele Menschen an unterschiedlichen Stellen Verantwortung tragen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Rückblick auf ein forderndes Jahr
Das Jahr 2025 war geprägt von besonderen Herausforderungen. Der Brand in der ehemaligen Malzfabrik machte deutlich, wie wichtig verlässliche Strukturen, klare Abläufe und gut vorbereitete Einsatzkräfte sind. Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, Polizei und Verwaltung leisteten in dieser Situation Außergewöhnliches. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Themen wie Sicherheit und Risikovorsorge weiterhin konsequent weiterentwickelt werden müssen.
Neben der Krisenbewältigung stand 2025 auch für wichtige strategische Weichenstellungen. Mit der Agenda 2040 wurde ein langfristiger Rahmen für die Entwicklung der Stadt geschaffen. Sie versteht sich nicht als starres Konzept, sondern als offener Prozess, der Kernstadt und Ortsteile gemeinsam in den Blick nimmt.
Agenda 2040 und Stadtentwicklung
Im Mittelpunkt der Agenda 2040 stehen zentrale Zukunftsfragen. Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Versorgung, Energie und das Miteinander der Generationen. Ziel ist es, heute Entscheidungen zu treffen, die Gengenbach auch in zehn oder fünfzehn Jahren tragfähig machen. Dabei setzt die Stadt bewusst auf Beteiligung. In Bürgerforen, Werkstattgesprächen und digitalen Formaten sollen Perspektiven aus der Stadtgesellschaft einfließen.
Ein zentrales Projekt dieser Entwicklung ist das ehemalige Hukla Areal. Auf rund acht Hektar entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil mit Raum für Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und Begegnung. Geplant ist ein lebendiges Quartier, das unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt und Vielfalt ermöglicht. Die weitere Planung wird von transparenten Informationsangeboten und Beteiligungsformaten begleitet.
Haltung und Ausblick
Bürgermeister Müller betonte seine Rolle als verbindende Kraft zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Ehrenamt und Bürgerschaft. Zuhören, erklären und ermöglichen sollen das tägliche Handeln prägen. Gute Entscheidungen entstehen durch sorgfältige Vorbereitung, transparente Kommunikation und Beteiligung.
Der Blick auf das Jahr 2040 mag weit erscheinen. Doch die Zukunft der Stadt entsteht im Alltag. In Kitas, Schulen, Vereinen, Betrieben und im täglichen Miteinander. Diese Überzeugung zog sich als roter Faden durch den Abend.
Der Neujahrsempfang bot damit nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen klaren Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Gengenbach steht vor wichtigen Entscheidungen. Mit einer gemeinsamen Haltung, offenem Dialog und verlässlichen Strukturen sollen diese aktiv gestaltet werden.






