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Untersuchungen am Obertorturm dauern noch an

Autor: Tamara Bunda
Artikel vom 08.01.2021

Untersuchungen am Obertorturm dauern noch an

 Der Obertorturm, ein Wahrzeichen der Stadt Gengenbach und Baudenkmal der höchsten Kategorie ist seit Oktober 2019 mit Spanngurten gesichert. Dadurch soll einer weiteren Rissbildung entgegengewirkt werden.

Derzeit wird in enger Abstimmung mit den Fachingenieuren und dem Landesamt für Denkmalpflege das Sanierungskonzept entwickelt. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Jetzt gibt es erste Vermutungen über die Ursachen der Rissbildung.

Um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen finden Abstimmungsgespräche mit dem Landesdenkmalamt statt. Gemeinsam wird ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet, um für den Obertorturm, der als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ gilt, möglichst viele Fördermittel von Bund und Land zu erhalten. Aktuell werden die Sanierungskosten auf etwa 1,5 Mio Euro geschätzt.

Für eine denkmalgerechte Ertüchtigung werden geschichtlich und bautechnisch fundierte Verformungshypothesen benötigt. Dafür wurden in der letzten Sitzung des Gemeinderates weitere Aufträge für Untersuchungen vergeben. Unter anderem wird von einem Fachbüro, welches auch schon die Frauenkirche in Dresden vermessen hat, ein 3D-Bauteilmodell erstellt.

Bei den bisherigen Untersuchungen standen die Analyse der Gebäudedeformationen bezüglich Bewegung, Ausmaß und Verlauf im Fokus.

Die stärksten Verformungen fanden zwischen Erd- und Obergeschoss statt. Als größte Weitung haben sich Nord- und Südseite jeweils in der Mitte um 30 cm nach außen bewegt. Die Ingenieure vermuten, dass die Deformationen in kontinuierlichem Verlauf über den Zeitraum von 500 Jahren von der Errichtung bis zum Neuausbau entstanden sein könnten. Da anzunehmen ist, dass der Turm nach dem Brand 1689 über einen Zeitraum von 18 Jahren als Ruine stand, besteht der Verdacht, dass sich die breiten Spalten in dieser Zeit gebildet haben könnten. Spezielle Sicherungen durch Zuganker wurden beim Neuausbau 1707 und in der Folgezeit bis heute nicht eingebracht, sodass das Gesamtgefüge des Bauwerkes aufgrund der vielen Risse und Spalten stetig kleinen Bewegungen ausgesetzt ist.

 

Foto: © Stadt Gengenbach

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