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Skulpturenpfad „Lebensweg“ im Ruhewald Bildtann

Autor: Felix Ockenfuß
Artikel vom 14.10.2020

Skulpturenpfad „Lebensweg“ im Ruhewald Bildtann

Vergangene Woche konnte der neue Skulpturenpfad „Lebensweg“ im Ruhewald Bildtann eröffnet werden. Der Kunstpfad beschäftigt sich auf einzigartige Weise mit den Stationen des Lebens und bereichert eindrucksvoll das Konzept des Bestattungswaldes.

Der Themenweg besteht aus sechs Stationen mit jeweils einer von Bildhauern gefertigten Holzskulptur. Die dargestellten Lebensphasen: die Geburt, die Kindheit, die Jugend, die Lebensmitte, das Alter und der Tod.

Jede dieser Skulpturen befasst sich mit einer Lebensphase. Die Kunstwerke wurden aus verschiedenen heimischen Holzarten geschaffen und stellen auf diese Weise den Bezug zum heimischen Wald her. Infotafeln an jeder Skulptur arbeiten die jeweilige Lebensphase und Darstellung auf.

Der Ruhewald „Bildtann“ wurde im Frühjahr 2016 eröffnet. Es handelt sich dabei um ein naturbelassenes Waldgebiet, in dem Verstorbene unter den verschiedensten Baumarten ihre letzte Ruhe finden können. Das Konzept der Bestattungswälder beruht insbesondere auf der Vorstellung durch die Baumbestattung wieder in den Kreislauf der Natur einzutreten und damit in die Entstehung neuen Lebens.

Mit dem „Lebensweg“ wurde nun eine künstlerische Aufarbeitung des Konzepts umgesetzt. Die Skulpturen wurden unter der Federführung von Holzbildhauer Michael Steigerwald aus Steinach gefertigt. Hierfür hatte er befreundete Holzbildhauer eingeladen um die Skulpturen zu fertigen.

Die Kunstwerke wurden im August auf dem Gelände der Waldservice Ortenau (WSO) erstellt. Die WSO unterstützte hierbei tatkräftig die Künstler und war auch für die Lieferung des Holzes wie auch Installation vor Ort verantwortlich.

Sehr eindrucksvoll konnte Michael Steigerwald die Gedanken und Konzepte der jeweiligen Künstler bei der Eröffnung auf dem Rundgang vermitteln.

Die Texte stammen von Gabriele Rubner. Für sie war wichtig, dass der Betrachter sich seine eigenen Gedanken zur Darstellung macht. Es sind Denkanstöße mit genügend Freiraum das Werk für sich individuell zu erschließen. In gewisser Weise auch als eine Art Meditation. Die Texte mit dem Bezug zur Baumart und deren Funktion, Verwendung und Bedeutung ergänzen dies. Trauernde und Besucher können diesen Weg entlanggehen und den Lebensweg im Ruhewald Bildtann mit allen Sinnen erfahren.

Das Projekt wurde im Rahmen des „LEADER-Förderverfahrens Regionalbudget“ durch die „LEADER-Aktionsgruppe“ Ortenau gefördert. Die bisherige Vorsitzende Verena Kopp-Kast bezeichnete den Lebensweg im Rahmen der Eröffnung als eines der schönsten geförderten Projekte im Rahmen des Regionalbudgets. Das von der Gengenbach Kultur- und Tourismus GmbH umgesetzte Projekt wurde mit 80 % gefördert.

 

Fotos: © Stadt Gengenbach

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