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Stadt Gengenbach erwirbt die Hälfte des Hukla-Areals

Autor: Felix Ockenfuß
Artikel vom 04.06.2019

Stadt Gengenbach erwirbt die Hälfte des Hukla-Areals

Die Stadt Gengenbach erwirbt insgesamt fast 80.000 qm des Hukla-Areals von der Libare Holding GmbH & Co. KG. Heute fand die Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen Bürgermeister Thorsten Erny und Harald Linder, Geschäftsführer der Libare Holding GmbH & Co. KG, statt.

Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt sich die Stadt mit der Revitalisierung des Hukla-Areals und strebt eine neue bauliche Nutzung an.

Für Bürgermeister Thorsten Erny ist dieser Schritt ein großer Durchbruch für die Stadtentwicklung: „Die Gelegenheit die knapp 8 ha große Teilfläche des Hukla-Areals zu erwerben konnten wir uns nicht entgehen lassen. Es ist eine große Chance für die Stadt Gengenbach die Revitalisierung des ehemaligen Hukla-Produktionsstandortes konkret angehen zu können.“

„Mit rd. 8 ha der Firma Aliseo und jetzt 9,6 ha Fläche der Stadt Gengenbach wird hier ein Gebiet größer als der Stadtkern Gengenbachs überplant“, so der Bürgermeister. Die zentrale Lage bietet eine enorme Entwicklungsmöglichkeit für die Stadt. „In Gengenbach mangelt es an Flächen für Wohngebiete. Die fußläufige Erreichbarkeit des Bahnhofs, die unmittelbare Nähe der Lebensmittelmärkte, die Altstadt und in der Nachbarschaft auch der Kindergarten am Löwenbergpark werden dem Areal den notwendigen Anschub geben. Die genannten Faktoren machen einen Teil dieses Areals auch für Wohnbebauung attraktiv“, zeigt sich Bürgermeister Thorsten Erny optimistisch für die Vermarktungschancen des neuen Stadtteils.

Die Stadt Gengenbach strebt weiterhin eine Gesamtlösung für die Konversion an, die auch die Grundstücke im Eigentum der Firma Aliseo einschließt.

2013 und 2015 wurden bei den Einwohnerversammlungen bereits die Gesamtstrategie und die Vision der zukünftigen Nutzung anhand der Machbarkeitsstudien des Architektur- und Stadtplanungsbüros Baldauf der Bevölkerung vorgestellt. Die Stadtplaner sehen auf dem über 17 Hektar großen Areal sowohl Quartiere für Wohnbebauung aber auch Gewerbe- und Mischgebiete vor.

Harald Linder hatte 2015 für die Libare Holding GmbH & Co. KG in einem spannenden Bieterverfahren 91.000 qm des Hukla-Areals für 2,03 Mio. Euro ersteigert. Die Tochtergesellschaft, die Libare Rückbau GmbH, ist auf den Rückbau, die Entsorgung und die Revitalisierung von Altbauten und Industriebrachen spezialisiert.

Seitdem haben die privaten Eigentümer wichtige vorbereitende Aktivitäten, u. a. auch eine nochmalige Grundstücksneuordnung abgeschlossen.

Im Rahmen des Kaufvertrages durch die Stadt Gengenbach wurde auch vereinbart, dass die Libare den gesamten Abbruch und die gesamte Entsiegelung der Kaufgrundstücke durchführt. Außerdem werden auch die notwendigen Erkundungs- und Sanierungsmaßnahmen, die für die künftige Nutzung der Wohnbebauung erforderlich sind, vom Verkäufer vorgenommen.

„Die Abbrucharbeiten starten in Absprache mit allen Beteiligten voraussichtlich im Herbst“, so Harald Linder.

Mit dem Verkauf der Flächen von Libare an die Stadt Gengenbach sieht Harald Linder einen wichtigen Schritt in der Gesamtentwicklung Hukla: „Seit der Zwangsversteigerung sind nun über 4 Jahre vergangen und ich habe Gengenbach und die Beteiligten kennen und schätzen gelernt. Ich bin mit unserem Slogan angetreten „Aus Vergangenheit wird Zukunft“ und dies haben wir nun im ersten Schritt erreicht. Mein Ziel ist es, wie immer gesagt, Gengenbach zu verlassen, wenn die ganze Konversionsfläche entwickelt ist.

Ich werde die Partner Stadt Gengenbach und Aliseo bis zum Abschluss unterstützen und Gengenbach erst verlassen, wenn das Drehbuch „Entwicklung Hukla“ abgeschlossen ist“, so Harald Linder, Geschäftsführer der Libare Holding GmbH & Co. KG.

Bürgermeister Thorsten Erny bedankt sich bei dem Verkäufer Harald Linder für die fairen und konstruktiven Verhandlungen. Beide Partner freuen sich nun auf die eigentliche Arbeit: Den Abriss, der sicherlich ein Jahr dauern wird.

Historie „Hukla Gengenbach“ in Stichworten:

  • 1951 Umzug des Polstermöbelfabrik Hukla von Haslach nach Gengenbach
  • 1998 Reduzierung der Mitarbeiter auf 2.200 und weiter auf 1.300 bis im Jahr 2002
  • 2004 Insolvenzantrag Hukla, Übernahme durch Steinhoff, 600 Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt
  • 2007 Grunderwerb Aliseo
  • 2011 300 Mitarbeiter sind noch in Gengenbach beschäftigt, niederländischer Investor ab 2011, bis 2012 die endgültige Schließung erfolgt
  • 2014 Aliseo erwirbt Flächen aus Gemeinschaftseigentum mit Steinhoff–Kappa Projekt GmbH
  • 2015 Die Libare Holding GmbH & Co. KG ersteigert 91.000 qm Fläche für 2,03 Mio Euro
  • 2019 Die Stadt Gengenbach erwirbt 8 ha von der Libare Holding GmbH & Co. KG und vergrößert den Eigentumsanteil an der Gesamtfläche auf 9,6 ha.

Gengenbach leidet immer noch unter dem Strukturwandel nach dem Hukla-Aus. Aufgrund der hervorragenden Lage, der vorhandenden Bildungs- und Kindergartenbetreuungsangebote sowie der attraktiven Wohngegend ist Gengenbach in Zukunft im Standortwettbewerb hervorragend positioniert. Gerade im Bereich der Schaffung von neuen Wohngebieten besteht noch Nachholbedarf aber das soll zeitnah aufgeholt werden.

 

Foto: © Stadt Gengenbach

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