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2. Maßnahmenkonzept zum Bauen im Bestand

Ziele:

Die Einwohnerzahl soll auf dem aktuellen Stand (2001: ca. 10.700 Einwohner) gehalten werden. Aufgrund der rückläufigen Prognose für die Eigenentwicklung braucht die Stadt dafür Wanderungsgewinne von ca. 35 Einwohnern/Jahr.
Wanderungsgewinne sollen primär auf die Kernstadt gelenkt werden.
Die Eigenentwicklung der Ortschaften muss gewährleistet sein.
Leitbild der nachhaltigen Stadtentwicklung ist die "Stadt der kurzen Wege".
Die Flächenreserven im Bestand sollen genutzt werden.
Der dörfliche Charakter und die landwirtschaftliche Struktur der Teilorte soll erhalten bleiben. Die Verwendung traditioneller, landschaftsbezogener Bauformen verlangt besondere Beachtung.


Bearbeitungsstand:

-Erhebung von Baulücken:

Ein Baulückenkataster anhand der vorhandenen B-Grunddaten (Eintragung durch farbliches Absetzen der Baulücken) wurde erstellt.

-Nachverdichtungspotentiale nutzen:
Von Seiten der Stadt besteht aufgrund der Eigentumsverhätnisse (Privatbesitz) nur bedingt Einfluß auf eine Nachverdichtung. Nachverdichtungspotentiale werden im Zuge von Abstimmungsgesprächen mit dem Bauherren vorgeschlagen. Nachverdichtungspotentiale werden bei jedem Bauvorhaben geprüft und soweit vertretbar, genehmigt (z.B: Benedikt-von-Nursia-Straße; Carl-Isenmann-Straße/Ludwig-Auerbach-Straße).

- Möglichkeiten zur Arrondierung nutzen:
Diese wurden im Zuge der Änderung des Flächennutzungsplans berücksichtigt und eingearbeitet. Bei jedem Bauantrag werden die baurechtlichen Fragen im Einzelfall geklärt:
• Liegt das zu bebauende Grundstück im Innen- oder Außenbereich?
• Gibt es einen gültigen Bebauungsplan? (Zusammenstellung aller B-Pläne)
• Wird derzeit ein Bebauungsplan überarbeitet oder aufgehoben? (Eintragung in die Pläne)
• Ist das Gebäude denkmalgeschützt? (Auflagen, Altstadtschutzverordnung)
• Ist die geplante Nutzung zulässig?

- Erhalt und Pflege der Ortsbilder / Ortschaften:
Neu- und Umbauamßnahmen aus traditionellen Bauformen ableiten: Im Kernstadtbereich der Stadt Gengenbach ist das Orts- bzw. Stadtbild durch die Altstadtschutzverordnung gesichert. Soweit die Ortschaften betroffen sind ist dies gemäß § 16 Abs. 5 Nr. 5.4 der Hauptsatzung der Stadt Aufgabe des jeweiligen Ortschaftsrates. Ein Erhalt der Ortsbilder ist durch eine Satzung oder ein Bebauungsplan in den Ortschaften möglich. Die Aufgabe wird bei den Bauanträgen berücksichtigt.

- Erhalt und Sanierung von Altbauten , Ergänzung um moderne Bauformen:
(wird bei jedem Bauantrag geprüft) Beachtung und Einhaltung der Sanierungsziele erfolgt im Einzelfall über die Baugenehmigung (Beachtung der Altstadtschutzverordnung, Festlegung eines Zeitfensters zur Umsetzung der Maßnahme, Entwicklung der Umbauten aus traditionellen Bauformen). Eine Zusammenstellung abgeschlossener Sanierungsmaßnahmen (Übersichtsplan zu jedem Sanierungsgebiet) ist im Bauamt vorhanden."


erledigt
laufende Aufgabe